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jora.tech bei Processing PVC 2026
Treffen Sie uns am 10.–11. November 2026 beim SKZ in Würzburg und diskutieren Sie mit uns über robuste, selbstoptimierende PVC-Extrusion.
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Technology
Wie jora.tech Daten, Physik und Prozesswissen verbindet, um kontinuierliche Produktionsprozesse zu modellieren, vorherzusagen und zu optimieren.
October 24, 2025

In diesem Beitrag stellen wir unseren Ansatz für typische Herausforderungen in der Polymerextrusion und anderen kontinuierlichen Produktionsprozessen vor. Außerdem erläutern wir unsere Plattform und ihre Anwendungsfälle sowie die zu erwartenden Prozessverbesserungen.
Kontinuierliche Produktionslinien, etwa für Rohre, Profile und Folien, sind komplex. Zahlreiche Einflussfaktoren führen zu erhöhter Prozessvarianz, Qualitätsabweichungen und ungeplanten Stillständen. Anlagenbediener müssen häufig mehrere Einstellungen manuell anpassen, auf neue Muster und Probleme reagieren und die Produkte innerhalb enger Toleranzen halten.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen kontinuierliche Prozesse zudem mit immer geringerem Material- und Energieverbrauch betrieben werden. Wie Abbildung 1 zeigt, stößt die manuelle Anpassung von Extrusionslinien angesichts zahlreicher Sollwerte, Hunderter Prozessmessungen und verzögerter Laborprüfungen an Grenzen. Daraus ergeben sich häufig folgende Herausforderungen:
Mit steigenden Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft wird voraussichtlich auch der Rezyklatanteil in Extrusionsprozessen zunehmen. Verunreinigungen im Eingangsmaterial bringen zusätzliche Herausforderungen mit sich.

Abbildung 1: Typischer Aufbau einer Extrusionslinie mit zahlreichen Sollwerten sowie Hunderten Prozess- und Labormessungen.
Bisherige Ansätze stützen sich häufig auf Daten, Physik oder Prozesswissen. Das Potenzial hybrider Ansätze bleibt dabei vielfach ungenutzt:
Bei jora.tech verbinden wir Daten, Physik und Prozesswissen zu einer ganzheitlichen Methode, um das dynamische Verhalten kompletter Extrusionslinien zu modellieren, vorherzusagen und zu optimieren. Bekannte oder identifizierte kausale Abhängigkeiten und eine physikalisch fundierte Weitergabe von Zuständen zwischen Prozessstufen (gestrichelte Linien in Abbildung 2) erhöhen Robustheit und Erklärbarkeit. Zugleich reduzieren sie den Einfluss irreführender Korrelationen.
Dazu identifizieren wir die wesentlichen Prozessstufen, Sollwerte und Zustände, erstellen gezielte Zustandsmodelle und verbinden diese durch Zustandsweitergabe zu einem durchgängigen Prozessmodell (siehe Abbildung 2). Wo möglich, integrieren wir physikalisches Wissen direkt über analytische Gleichungen oder über Leitplanken beim Training der KI-Modelle.
Die daraus entstehenden hybriden KI-Modelle können das Verhalten ganzer Extrusionslinien bis zu zwei Stunden im Voraus prognostizieren. So lassen sich erwartbare Probleme frühzeitig abmildern und unerwartete Störungen mithilfe unserer Plattform zur Echtzeitregelung schnell behandeln.

Abbildung 2: Strukturierter Modellierungsansatz, der Daten, Physik und Prozesswissen integriert.
Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Lösungen ist unsere durchgängige Betrachtung des Prozesses – von der Materialzufuhr bis zu Qualitätsmessungen am Ende der Linie und darüber hinaus. Damit ermöglichen wir eine ganzheitliche, gleichzeitige und kontinuierliche Optimierung aller relevanten Einflussgrößen.
Auf Basis dieses Modellierungsansatzes ermöglicht die Plattform von jora.tech Echtzeitoptimierung in mehreren zentralen Anwendungsfällen. Diese reichen von der Einbindung des Bedienpersonals (Abbildung 3) bis zur vollständig automatisierten prädiktiven Regelung (Abbildung 4):

Abbildung 3: Anwendungsfälle mit Einbindung des Bedienpersonals für What-If Analysis und gezielte Empfehlungen.

Abbildung 4: Vollautomatischer geschlossener Regelkreis mit der jora.tech Plattform und den zugrunde liegenden Prozessmodellen.
Mit diesen Anwendungsfällen ermöglicht jora.tech den Übergang von reaktiver zu vorausschauender Optimierung. Die Plattform ist modular aufgebaut und lässt sich in vorhandene Infrastruktur integrieren. Damit berücksichtigt sie die unterschiedlichen OT- und IT-Umgebungen moderner Produktionsbetriebe.
Die Methoden zur Modellierung und Regelung kontinuierlicher Produktionsprozesse, insbesondere von Extrusionslinien, sind das Ergebnis mehrjähriger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Die umfassende Validierung an realen Extrusionslinien zeigte folgende Vorteile:
Je nach Komplexität der Extrusionslinie sind erhebliche Einsparungen möglich, wenn Daten, Physik und Prozesswissen für eine KI-gestützte Regelung zusammengeführt werden. Die Beispiele beziehen sich auf die Polymerextrusion; die zugrunde liegenden Modellierungs- und Optimierungsmethoden sind jedoch grundsätzlich auf kontinuierliche Produktionsprozesse übertragbar.
Sie möchten mehr über unseren Ansatz erfahren? Kontaktieren Sie uns und besprechen Sie mit uns, wie jora.tech Ihre Produktion weiterentwickeln kann.
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